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Sehschule

Die Sehschule konzentriert sich auf die Diagnostik und Therapie von Problemen des beidäugigen Sehen von Kindern und Erwachsenen. Sie bietet gezielte Behandlungen zur Verbesserung des Sehens an. Sie behandelt sowohl Sehschwächen als auch Augenstellungs- und Bewegungsstörungen, bietet Präventionsmaßnahmen und arbeitet eng mit anderen Fachbereichen zusammen, um eine umfassende Betreuung zu gewährleisten.

Während die Orthoptik sich eher mit Fehlstellungen der Augen und deren Koordination beschäftigt, geht die Neuroophthalmologie tiefer auf die neurologischen Ursachen von Sehproblemen ein. In der Sehschule werden beide Fachrichtungen kombiniert, um eine umfassende Betreuung zu gewährleisten.

Hier ist eine strukturierte Übersicht darüber, was in einer augenärztlichen Sehschule gemacht wird:

1. Ziel und Aufgaben der Sehschule

  • Verbesserung der Sehfunktionen: Ziel ist es, Sehprobleme zu diagnostizieren und durch gezielte Therapien zu verbessern.
  • Behandlung von Sehfehlern: Dazu gehören Probleme wie Schielen, Sehschwächen oder Schwierigkeiten des beidäugigen Sehens.

 

2. Diagnostik in der Sehschule

  • Sehschärfetest: Überprüft die Klarheit des Sehens bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Entfernungen, bei Schwachsichtigkeit und insbesondere 
  • Refraktionstest: Bestimmt, ob Korrekturgläser benötigt werden und in welcher Stärke.
  • Prüfung des räumlichen Sehens: Überprüft die Fähigkeit, Entfernungen und Tiefen korrekt einzuschätzen.
  • Prüfung der Augenbeweglichkeit: Hier wird gezielt nach der Beweglichkeit des Blickes wie auch der Pupillenbewegung geachtet.

 

3. Therapie und Übungen

  • Okklusionstherapie: Verwendung von Augenpflastern, um das schwächere Auge zu trainieren und das Sehen zu verbessern.
  • Sehtraining: Gezielte Übungen, um die Augenmuskeln zu stärken und die Koordination beider Augen zu verbessern. 
  • Visuelle Rehabilitation: Maßnahmen zur Verbesserung des Sehens nach Augenverletzungen oder operativen Eingriffen.
  • Sehschule für Kinder: Spezielle Programme für Kinder zur Förderung der Sehentwicklung und zur Behandlung von frühkindlichen Sehproblemen.
  • Prismenbehandlung: Dabei werden spezielle Prismengläser in die Brille integriert, die das Bild auf der Netzhaut korrigieren helfen. Damit können Doppelbilder und Kopfschmerzen durch Überanstrengung der Augen vermieden werden.

 

4. Vorsorge und Prävention

  • Früherkennung von Sehproblemen: Regelmäßige Untersuchungen zur Identifizierung und Behandlung von Sehfehlern, um diese dann in der Wachstumsphase behandeln zu können.
  • Aufklärung und Beratung: Information der Patienten und ihrer Familien über Sehprobleme, deren Behandlungsmöglichkeiten sowie die Prognose, in wieweit sich die Probleme durch die Behandlung verändern oder verschwinden können.

 

5. Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen

  • Integration in die Gesamtbehandlung: Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Schulpsychologen und anderen Fachbereichen zur umfassenden Betreuung von Patienten mit Sehproblemen.
  • Individualisierte Therapiepläne: Erstellung maßgeschneiderter Behandlungspläne, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Diagnosen der Patienten abgestimmt sind.