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Netzhautablösung (Ablatio retinae / Amotio retinae)

Netzhautablösung ist eine ernsthafte Augenerkrankung, bei der sich die Netzhaut, die lichtempfindliche Schicht im hinteren Teil des Auges, von ihrer darunterliegenden Stützschicht löst. Dies führt dazu, dass die Netzhaut ihre Funktion verliert und unbehandelt zu dauerhafter Erblindung führen kann.

Zu den Symptomen einer Netzhautablösung gehören plötzliche Erscheinungen von Lichtblitzen, eine Zunahme von schwarzen Punkten oder „Floater“ im Sichtfeld und ein Schatten oder Vorhang, der über das Gesichtsfeld fällt. Es gibt keine Schmerzen, die mit der Ablösung verbunden sind.

Die Ursachen für eine Netzhautablösung können Verletzungen, hohe Kurzsichtigkeit, altersbedingte Veränderungen im Auge oder andere Augenerkrankungen sein.

Die Behandlung erfordert meist eine schnelle medizinische Intervention, oft durch eine Operation. Zu den chirurgischen Methoden gehören Lasertherapie, Kryopexie (Kältebehandlung) und verschiedene chirurgische Techniken, um die Netzhaut wieder an ihrer richtigen Position zu befestigen.

Eine schnelle Behandlung ist entscheidend, um das Sehvermögen zu retten und Komplikationen zu vermeiden. Bei Verdacht auf eine Netzhautablösung sollte sofort ein Augenarzt aufgesucht werden.

Symptome:

  • Plötzliche Blitze
  • Schwarze Flecken oder Schleier im Gesichtsfeld
  • Plötzlicher Sehverlust

 

Epidemiologie:

  • Häufiger bei Menschen über 40 Jahren
  • Höheres Risiko bei starker Kurzsichtigkeit und nach Augenverletzungen

 

Einteilung:

  • Rhegmatogene Netzhautablösung
  • Traktionsbedingte Netzhautablösung
  • Exsudative Netzhautablösung

 

Pathogenese:

  • Trennung der Netzhaut von der darunterliegenden Schicht
  • Ursachen können Risse, Zug oder Flüssigkeitsansammlungen sein

 

Diagnostik:

  • Ophthalmoskopie
  • Ultraschalluntersuchung
  • Optische Kohärenztomographie (OCT)

 

Therapie:

  • Notfalloperation zur Wiederanheftung der Netzhaut
  • Pneumatische Retinopexie
  • Vitrektomie